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Zukunftsdimensionen der Informatik- und Ingenieurberufe

In der folgenden Übersicht erfahren Sie mehr über die Inhalte des Seminars.

Teil 1: Acht Termine werden durch die beiden Dozenten gestaltet mit Einführungen in wissenschaftliche Arbeit, Zukunftsforschung und Zukunftsmanagement, Innovationsmanagement, Projektmanagement, Roadmapping und Veränderungsprozesse.

Teil 2: Sechs Termine sind für 3 Gastvorträge zu relevanten Zukunftsthemen und Vor- bzw. Nachbereitungstermine zu den Vorträgen und den dort vorgestellten Zukunftsthemen reserviert.

Teil 3: Die letzten beiden Termine sind Präsentationstermine, bei denen studentische Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit an einzelnen Zukunftsdimensionen vor- und zur Diskussion stellen.

Teil 1:
1. Einführung und Einstieg (Dr. Bernhard Albert / Karlheinz Thies)
• Organisatorisches
• Vorstellung der Studierenden und Dozenten
• Gedankensammlung:
Welche Zukunftsthemen sind aus ihrer Sicht wichtig für die Zukunft ihres Arbeitsfeldes?
Was verstehen Sie unter „Zukunftsdimensionen“?
Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung?
• Warum betrachten wir das Thema „Zukunftsdimensionen“?
• Hinweise zum Leistungsnachweis
• Quellen-, Literaturhinweis, Internet-Links

2. Wissenschaftliches Arbeiten (Karlheinz Thies)
Die längst etablierten Möglichkeiten elektronischer Endgeräte machen es unglaublich einfach elektronisch verfügbare oder verfügbar gemachte Inhalte zu kopieren, zu extrahieren und zusammenzufügen. Wie fatal sich das auswirken kann, weiß jeder, der kurz vor Abgabe von Berichten oder Hausarbeiten schier verzweifelt, weil die Quellen von Zitaten und Bildern nicht mehr aufzufinden sind. Härter trifft es bei Aufdeckung diejenigen, die bewusst das Urheberrecht verletzen oder sich Qualifikationsnachweise erschleichen. Für das Studium und die nachfolgende berufliche Tätigkeit gehört ein quellensauberes Arbeiten zum Fundament qualitativ hochwertiger Ergebnisse. Sie erhalten einen grundlegenden Überblick.
Literatur zum Einstieg:
Kornmeier, Martin (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6, aktualisierte und erw. Aufl. Bern

3. Zukunftsforschung – Grundlagen und Methoden (Dr. Bernhard Albert)
Für große Unternehmen gehört die Zukunftsforschung oder auch systematische Vorausschau (Corporate Foresight) zum Basisinstrumentarium für Strategie, Forschung und Entwicklung, Innovationsmanagement und Marketing. Auch im öffentlichen Sektor, im Rechtssystem und der Politik ist sie weit verbreitet. Wer bei Zukunftsforschung an Trends und Modeerscheinungen denkt, geht zumindest teilweise irr. Was eine auf mittel- und langfristig orientierte Zukunftsforschung für Unternehmen leisten, und wie sie Innovations- und Veränderungsprozesse unterstützen kann, erfahren Sie an zwei Seminartagen.
http://www.netzwerk-zukunftsforschung.eu
http://www.master-zukunftsforschung.de
Literatur zum Einstieg:
Pillkahn, Ulf (2007): Trends und Szenarien als Werkzeuge zur Strategieentwicklung. Wie Sie die unternehmerische und gesellschaftliche Zukunft planen und gestalten. Erlangen

4. Innovationsmanagement (Dr. Bernhard Albert)
Obgleich schon in aller Munde und Lehrinhalt fast aller Hochschulen sind Ideen- und Innovationsmanagement in vielen Unternehmen noch unterentwickelt. Im Grunde kommt keines das seine Erfolge im Markt sichern und zukünftiges Wachstum realisieren will, ohne die systematische Beschäftigung mit Produktlebenszyklen, strategischen Innovationsfeldern, neuen Technologien, neuen Anforderungen im Markt, aufgabenangemessenen Auswahl- und Bewertungsverfahren sowie durchgängigen Innovationsprozessen aus. Der Baustein zum Innovationsmanagement knüpft an die Ergebnisse der Zukunftsforschung an, denkt sie weiter und leitet sie über auf den Weg zum Produkt.
Literatur zum Einstieg:
Müller-Prothmann, Tobias; Dörr, Nora (2009): Innovationsmanagement. Strategien, Methoden und Werkzeuge für systematische Innovationsprozesse. München

5. Projektmanagement (Karlheinz Thies)
Das Projektmanagement setzt dort ein, wo aus Strategien Maßnahmen und aus Ideen Entwicklungsaufgaben werden. Ebenso hilfreich ist es bspw. für die Organisation von Marketingkampagnen, Veränderungsprozessen oder die wissenschaftliche Arbeit. Projektteams arbeiten wesentlich lösungsorientierter, agieren selbstständiger und identifizieren sich intensiver mit ihren Aufgaben und Zielen. Zugunsten von Übersichtlichkeit, Schnelligkeit, Flexibilität, Effektivität und Effizienz arbeiten viele Unternehmen projektorientiert mit klaren Ziel- und Zeitvorgaben. Die betriebliche Projektwirtschaft wird ihren Anteil an allen betrieblichen Abläufen in den kommenden Jahren auf über 50 % steigern. Auch das Management von agilen Projekten erfordert solide Kompetenzen im Projektmanagement. Vorgesehen sind dafür zwei Seminartage.
Literatur zum Einstieg:
Gassmann, Oliver (2006): Praxiswissen Projektmanagement. Bausteine – Instrumente – Checklisten. 2., aktualisierte Aufl. München
Kerzner, Harold (2003): Projekt Management, Ein systemorientierter Ansatz zur Planung und Steuerung; mitp-Verlag/Bonn

6. Roadmapping (Dr. Bernhard Albert)
Die klassischen Technologie-Roadmaps liefern wesentliche Erkenntnisse für das Technologiemanagement von Unternehmen. Allzu oft blenden sie aber wesentliche Aspekte aus, wie etwa die Abhängigkeiten von Technologien und Markt oder die Voraussetzungen, die in Unternehmen bei der Einführung neuer Produkte zu schaffen sind. Mit einer ganzheitlicheren Betrachtung und Visualisierung wird es deutlich einfacher, einen Überblick über Umfeldentwicklungen, Ressourcen- und Kompetenzbedarfe, Substitutionsrisiken und die zeitlichen Abläufe von der Produktentwicklung über das Erwartungsmanagement bis hin zur Produktion zu gewinnen.
Literatur zum Einstieg:
Schuh, G. (2011). Technologie-Roadmapping. In: Gassmann, Oliver; Sutter, Philipp (2008): Praxiswissen Innovationsmanagement. Von der Idee zum Markterfolg. 1. Aufl. München

7. Veränderungsprozesse (Karlheinz Thies)
In der heutigen Zeit ist das einzige Beständige der Wandel. Hier stellt sich die Frage der Hintergründe und das Erkennen der Zusammenhänge und Abhängigkeiten dieser schnellen Veränderung. Ebenso wird hinterfragt, wie wir als Menschen mit diesen Veränderungen umgehen.
Literatur zum Einstieg:
Doppler, Klaus: „ Sich selbst und andere verändern“; in: Weissman, Arnold (2008): „Erfolgreich mit den Großen des Managements“; Campus Frankfurt/New York
Horx, Matthias (2011): „Das Buch des Wandels; Wie Menschen Zukunft gestalten“; Pantheon Verlag München
Teil 2:

8. Gastvorträge und Seminardiskussionen zu ausgewählten Zukunftsdimensionen
Es sind drei Gastvorträge geplant. Den ersten hält Frau Prof. Dr. Edith Rost-Schaude (Darmstadt) mit dem Titel: Innovation: Wie kommt das Neue in die Welt?. In ihrem Vortrag geht es um die Entwicklung des Neuen von der technischen bis hin zur sozialen Innovation. Den dritten übernimmt Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher (Ulm) mit dem Titel: Globalisierung, Nachhaltigkeit, Zukunft – zur Rolle des „allmächtigen Ingenieurs“. Der dritte Gastdozent steht noch nicht fest, mehrere mögliche Referenten sind zu unterschiedlichen Themen angefragt.
Jeweils mindestens zwei studentische Arbeitsgruppen bereiten das Thema inhaltlich vor, liefern einen Einstieg in die Diskussion beim Vorbereitungstermin zum jeweiligen Vortrag und arbeiten ihre Themen im Nachgang zur Diskussion und zu den Vorträgen differenzierter aus.
Teil 3:

9. Präsentation und Diskussion der Ausarbeitungen der Studierenden
Die Arbeitsgruppen der Studierenden präsentieren ihre Ausarbeitung zu einzelnen Zukunftsdimensionen und stellen sie zur Diskussion.

Wir freuen uns auf Sie,
Dr. Bernhard Albert und Karlheinz Thies

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